In so einem Kindergarten hat man einen Berg Verantwortung.
„Wo ist das Halstuch von Lasse?“
„Karl Gustav hat andere Socken an als heute früh.“
„Das ist nicht Neles Mütze!“
An manchen Tagen fahre ich schweißgebadet heim und bin froh, dass sich keines der Kinder ausversehen umgebracht hat. An manchen Tagen sind Eltern mit mir stinkesauer, weil Ole am späten Nachmittag eine grüne und eine gelbe Socke trägt.
Ich glaube, dass es nervt, dass das Kind am Nachmittag hin und wieder nicht aussieht, wie am Morgen und dass man die ausgetauschte Bekleidung nicht finden kann. Glaubt mir aber auch, dass es nicht meine größte Priorität ist, die Kleidungsstücke der Kinder beisammen zu halten. Oft ist es sogar so, dass mir nicht einmal auffällt, dass Klara Annas Socken trägt und umgekehrt. Ich kann mir nicht von 15 Kindern jeden Tag die Kleider von Kopf bis Fuß merken. Obwohl ich nah dran bin. Um einmal eine Vorstellung von der Lage zu bekommen: Jedes Kind trägt im Durchschnitt im Winter 7 Kleidungsstücke und da waren wir noch nicht im Garten (Unterhose, Unterhemd, Strumpfhose, Hose, Shirt, Pullover, Hausschuhe)! Nehmen wir an, ein Kind ist im Urlaub und ein Kind ist krank, so sind noch immer 13 Kinder übrig. Das macht 91 Kleidungsstücke pro Tag. Puh! Sagen wir 100. Das klingt dramatischer.
In der Regel geht es in so einem Kindergarten ziemlich trubelig zu. Vor allem nach dem Mittagsschlaf, wenn der Akku wieder voll aufgetankt ist und alle putzmunter und voller Tatendrang mit ihren Wäschekörben auf der Kuschelecke sitzen, mit ihrem Schlafanzug kämpfen und sich wieder ihre Tageskleidung anziehen wollen. In solchen Momenten klingelt meist das Telefon. Oder die Chefin purzelt herein und will etwas schrecklich Nebensächliches Wichtiges wissen. So eine Aufsichtslücke enttarnen die Räuber natürlich sofort, erfreuen sich am Unfug treiben und werfen die Wäschekörbe herum, verstecken sie, tauschen sie aus, kippen sie aus und klettern hinein oder herauf. Und dann steht man da vor einem Berg Kleidung und bei bestem Willen, plötzlich habe ich ein Blackout. Keine Ahnung, welche der 4 H&M Jeans Pia heut Vormittag trug und ob Julius heute eine Unterhose mit Autos oder Flugzeugen darauf anhatte. Selbst Julius kann sich nicht erinnern. Also nehmen wir kurz Augenmaß- ja das könnte passen- und kleiden die Kinder an. Manchmal machen wir auch nur Ene Mene Muh. Das finden die Kinder lustiger und die Kinder sind sich dann auch immer vollkommen sicher, dass wir das richtige Kleidungsstück ausgewählt haben. „Ja, das ist meins,“ sagt die Raupe dann nickend mit freudigem Grinsen im Gesicht und 2 Stunden später höre ich auf dem Flur ein Marge Simpson ähnliches Grummeln der Mutter. Mh, War wohl doch nicht das Richtige.
Um euch, liebe Eltern, den Frust zu ersparen und mir und meinen Kollegen und Kolleginnen die Nerven (wir brauchen sie ganz gewiss noch an anderer Stelle), möchte ich heute einmal meinen Tipp des Tages in die Runde werfen. Ein Geschenk Gottes: praktisch, simpel und ästhetisch noch dazu. Den Leuten, die gutmarkiert.de ins Leben gerufen haben, möchte ich meinen größten Dank aussprechen. Hier gibt es personalisierbare Kleidungsetiketten und Aufkleber. Einmal designt nach den Vorlieben des Lausbubens, zack bestellt und schon hat man ein Sortiment an Markierungen für einen Sahnepreis bis die Kinder flügge werden und ausziehen. Waschmaschinenfest, Spülmaschinenfest, ja sogar Mikrowellenfest, herrlich! Überzeugt? Na dann los und viel Spaß beim Testen!

 

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Written by spreekitz

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